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Umbau des Nachklärbeckens der Kläranlage Roßdorf

Kurz nach 4 Uhr morgens wurden der Kläranlagenzulauf abgesperrt und die Pumpen für die Entleerung des Nachklärbeckens eingeschaltet. Kurz vor 19 Uhr wurde das Becken wieder gefüllt und in Betrieb genommen. Mit dem dritten und letzten Entleerungstermin endete am 27. August der erfolgreiche Umbau des einzigen Nachklärbeckens der Kläranlage Roßdorf. Die neuen Phosphoranforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie hatten die Verbesserung der Reinigungsleistung erforderlich gemacht.

Bei der ersten Beckenentleerung im April war die Bestandsaufnahme des Betonbauwerks und aller Einbauteile erfolgt. Beim zweiten Termin am 21. August wurden die Räumschilde und das Räumergestänge vollständig erneuert. Beim dritten Termin wurden schließlich 12 Einlaufkästen zur Verbesserung der Strömungsverhältnisse am Mittelbauwerk angebracht.

Um das Nachklärbecken überhaupt entleeren zu können, musste das tagsüber anfallende Abwasser im Regenüberlaufbecken zwischengespeichert werden. Mit leistungsstarken Mietpumpen wurde das Nachklärbecken innerhalb weniger Stunden entleert und anschließend der Beckenboden für die nachfolgenden Arbeiten gereinigt. Der Beckeninhalt wurde auf einen Schlammspeicher und die angrenzende Belebung verteilt. Dazu war eines der beiden Nitrifikationsbecken in den Tagen zuvor entleert worden. Um den Umbau in der knappen Zeit bewältigen zu können, waren zeitweise 15 Personen, 7 Tauchmotorpumpen und 2 Mobilkräne gleichzeitig im Einsatz.

Nachklärbecken Rossdorf